Löhnberg will den Teamgedanken leben Drucken
Geschrieben von: Daniel Major   
Montag, den 22. Juli 2013 um 13:28 Uhr
Der Spielausschuss des TuS Löhnberg dürfte nach dem Abstieg der ersten Mannschaft aus der Gruppenliga Wiesbaden keine ruhige Sommerpause erlebt haben. Den Kader für die Spielzeit 2013/2014 zusammenzustellen, war richtig Arbeit. Der neue Spielausschussvorsitzende Thilo Menzel sagt: "Der Umbruch war zu erwarten,
 aber dass er so groß ausfallen würde, war nicht abzusehen." Elf Spieler sind nicht mehr dabei, unter anderem die langjährigen Leistungsträger Michael Hänsel (FC Burgsolms), Patrick Kolodziejczyk (VfR 19 Limburg) und Daniel Roßbach (SG Wirbelau/Schupbach). Talente wie Alexander Flink und Lukas Brück (beide FSV Braunfels) haben die Gruppenliga-Zeit genutzt, um sich für Höheres zu empfehlen.

In Spielern wie Waldemar Baum vom Verbandsligisten Eintracht Wetzlar, Mario Kulmer vom Gruppenligisten FC Dorndorf und Torjäger Mehmet Kaya vom B-Liga-Meister SV Wolfenhausen ist es den Verantwortlichen aber gelungen, Spieler nach Löhnberg zu holen, die qualitätsvollen Ersatz versprechen. Neu im Kader sind außerdem Oguz Nergiz (SC Offheim), Burak Kiyak (WGB Weilburg) und Marco Nieder (SG Kirberg/Ohren). Sie alle haben sich bereits in der Kreisoberliga bewiesen. Hinzugekommen sind außerdem Adam Eisenbach (TuS Staffel), Dincer Günay, Mammut Simsek und Osman Öser (alle vom TuS Staffel), Fabian Dick (SG Wirbelau/Schupbach), Justin Doms (Jugend SV Mengerskirchen) sowie Soufiane Aaboun und Max Hartl (beide aus der eigenen Jugend).

"Das Auftaktprogramm mit Spielen gegen Offheim, Niedertiefenbach und Hintermeilingen/Ellar wird gleich zeigen, welches Niveau unsere neue Mannschaft hat", meint Menzel. Er hält eine Platzierung auf den Rängen zehn, elf, zwölf oder dreizehn für realistisch.

"Im Kollektiv zum Ziel Klassenerhalt", hat der Spielausschussvorsitzende als Devise ausgegeben. "Die Mannschaft besitzt weniger Individualisten als früher. Aber wenn sie als Team auftritt, kann sie sehr gefährlich werden", glaubt er.

"Sollte die Mannschaft um das Trainergespann Markus Fritsche und Maurice Zochert in Ruhe arbeiten können, dann dürfte sich ein homogenes Team bilden, das für die eine oder andere Überraschung sorgen kann", blickt Menzel voraus. In Richtung der Kritiker mahnt er: "Spielharmonie lässt sich nicht heute auf morgen entwickeln, das sollte jedem bewusst sein." Als Prunkstück der Mannschaft sieht der Spielausschussvorsitzende die Defensive um Torhüter Benjamin Menger und Feldspieler wie Mariusz Komorek, Daniel Bördner, René Fiedler, Waldemar Baum, Maurice Zochert, Viktor Pflaum und Oguz Nergiz an. "Die Offensive wird sich durchbeißen müssen", fürchtet er. Er hofft aber, dass Talenten wie Justin Doms, Mehmet Kaya, Louis Schlicht oder auch erfahreneren Akteuren wie Marco Nieder oder Mario Kulmer der Durchbruch gelingt.

An einen abermaligen Aufstieg denkt in Löhnberg zurzeit niemand. In der Rolle der Titelaspiranten sieht Menzel vielmehr den SV Hadamar II, den VfL Eschhofen und ein Überraschungsteam. (Weilburger Tageblatt vom 22.07.2013)